In drei Bereichen engagiert sich Waldoni im Stadtteil Eberstadt-Süd mit sozial ausgerichteten Projekten:

„Drogen- und Gewaltprävention durch Circuspädagogik“

Eberstadt Giraffe  hoch 240Seit 2004 besteht dieses Projekt, betreut werden wöchentlich
ca. 120 Kinder und Jugendliche. Wir kümmern uns um Kinder und
Jugendliche aus Gebieten mit Handlungsbedarf. Solche Gebiete
sind fast durchweg gekennzeichnet durch hohe Konzentration von
Bevölkerungsanteilen, die sozial schwach und meist durch
unterschiedlichste ethnische und kulturelle Herkunft geprägt
sind. Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien
haben im derzeitigen Gesellschaftssystem nur minimale
Chancen, erfolgreich zu sein und damit in unsere Gesellschaft
integriert zu werden. Von der Schule schlecht beurteilt und
perspektivlos sind Kinder und Jugendlichen empfänglich für das
Abgleiten in die Drogen- oder Gewaltszene. Untersuchungen zur
Drogen- und Gewaltprävention (z. B. von Helmut Zöpfl,
Universität München) kommen zum Ergebnis, dass die Einbindung sozial
gefährdeter Jugendlicher in Spiel- und Sportgemeinschaften dem
Abdriften in die Gewalt- oder Suchtszene zuverlässig vorbeugt. Für
diese Heranwachsenden bietet gerade die Circuspädagogik mit
ihrem vielfältigen Betätigungs- und Entfaltungsangebot große
Chancen. Die verschiedensten Neigungen können im Circus realisiert
und entwickelt werden. Von der Kraftakrobatik bis zur Clownerie, von
der Beleuchtung bis zur musikalischen Begleitung, von der
Kostümschneiderei bis zum Selbstbau der zahlreichen Geräte und
Requisiten reicht die Palette notwendiger Beiträge. Dazu kommt, dass
Circusarbeit echte Teamarbeit ist. Ohne gegenseitiges Vertrauen und
Verantwortung füreinander - insbesondere bei den Luftnummern und
den "Pyramiden" kommt keine Circusnummer zustande. Insofern geht
mit der Circusarbeit eine intensive soziale Erziehung einher.Ziel ist,
mittels vielfältiger Circusarbeit möglichst viele Heranwachsende
sozialfähig werden zu lassen und ihnen durch Erfolgserlebnisse Ansporn
für weitere sinnvolle Aktivitäten zu geben. So wird Drogenkonsum und  
Gewalt vorgebeugt, Kinder und Jugendliche verschiedener ethnischer
und kultureller Herkunft werden zusammenzuführt.


„Spielcircus für Kindergartenkinder“

Kindergarten Kreis Ausschnitt
Einmal in der Woche kommen die Kindertagesstätten des Viertels mit ihren Kindern in die Trainingshalle des Circus
zu einer Stunde „Spielcircus“. Die Kinder lernen so, früh Spaß an Bewegung zu entwickeln. Die Stunde wirkt nicht
nur gesundheitspräventiv, sondern fördert auch eine ganzheitliche Entwicklung der Kinder. Aus vielen
Untersuchungen ist hinlänglich bekannt, dass Kinder heutzutage immer mehr unter Bewegungsarmut leiden. Dies
hat zum einen gesundheitliche Folgen, zum anderen ist aber auch die intellektuelle Entwicklung gefährdet. Aus
der wissenschaftlichen Forschung wissen wir, wie wichtig es ist, so früh wie möglich mit den Kindern
Bewegungsabfolgen zu üben, die den Gleichgewichtssinn, die Auge-Hand-Koordination und den Muskeltonus
schulen. Damit werden Gehirnfunktionen angeregt, die Zusammenarbeit von rechter und linker Gehirnhälfte
geschult, es bilden sich vielfältige Grundlagen für eine gesunde Entwicklung. Wir haben ein Programm erarbeitet,
das genau an diesem Punkt ansetzt. Es besteht aus der rhythmischen Abfolge von ausgelassenen Fangspielen,
Konzentrationsspielen, Gleichgewichtsübungen, einfachem Jonglieren zur Übung der Auge-Hand-Koordination,
Balancieren auf dem Seil, einfachen akrobatischen Übungen und anderen Angeboten mit unseren Circusrequisiten.
Als Abschluss des Jahres wird der Circus-Zauber in der Manege bei einer Aufführung für die Eltern entfaltet.

„Hauptschulabschluss für Förderschüler“

Ansatzpunkt des Projekts ist, dass die Jugendlichen ihr kreativen, positiven, künstlerischen Kräfte entdecken, die
sie so stabilisieren sollen, dass sie auch andere Anforderungen (schulische und außerschulische) in gesunder und
voranbringender Weise anpacken lernen. Das Erarbeiten einer Zeitstruktur, die Motivation zu Regelmäßigkeit und
Pünktlichkeit, Korrektur und Hilfe bei der schriftlichen Arbeit, Vorbereitung auf die mündliche Präsentation und
Hilfe beim Erwerb von sozialen Kompetenzen bilden die Kernpunkte der betreuenden Arbeit. Dabei werden die 
häusliche Situation in der Familie, die Bedeutung der persönlichen Beziehung in den „Peergroups“ des Viertels
einbezogen. Ziel ist, den Teilnehmern einen Hauptschulabschluss in beiden Teilen, dem praktischen als Teil des 
Projekts und dem schulischen in Zusammenarbeit mit der Förderschule zu ermöglichen und für sie dann
Praktikumsplätze und in der Folge Lehrstellen zu finden. Nur wenn es gelingt, mit einem qualifizierten
Schulabschluss eine Lehrstelle zu bekommen, kann eine Integrierung in eine „normale“ Berufs- und Lebenswelt
gelingen. Der Kreislauf von Schulversagen, Jugendarbeitslosigkeit, Gewaltbereitschaft und Drogenkonsum kann
so durchbrochen werden.

Projektteil Bildhauerwerkstatt

     Bildhauerwerkstatt - Holz Ausschnitt 600 Metallarbeiten in der Bildhauerwerkstatt 600

 

 

 

 



In unserer Bildhauerwerkstatt wird die Beschäftigung mit Metall, Holz und Stein angeboten um Kunstobjekte
zu gestalten. Dabei erlernen die Teilnehmer grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit diesen Materialien.
Das beginnt bei der Planungsphase, die Teilnehmer müssen eine Vorstellung des geplanten Objektes
entwickeln und zeichnerisch und schriftlich festhalten. Die  gesamte Durchführung wird mit Bildern, Text
und Fotos dokumentiert. Das fertige Objekt  wird gemeinsam mit der entstanden Dokumentation
vorgestellt  und bildet die Grundlage für den praktischen Teil der Hauptschulprüfung.

Projektteil Hauswirtschaft

Hauswirtschaft - Kche 600 Hauswirtschaft - Nhen 600

 

 

 

 

 

 

 

Speziell für Mädchen bieten wir die Qualifizierung für den Hauptschulabschluss im Bereich Hauswirtschaft in
unserer Eventküche und in der Kostümwerkstatt an. Kochen und Backen, Nähen und Kostümgestaltung sind
Inhalte des Projekts. Auch hier geht es neben dem Umgang mit hauswirtschaftlichen Dingen um Integration
und Sozialkompetenz. Die Förderung von Selbstbewusstsein und Ichstärke sollen dazu befähigen, neue
Aufgabenstellungen auch außerhalb des Projektes mit Mut und Selbstvertrauen anpacken zu können.

Dieses Projekt wurde - unter anderem - gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und
Integration.