Waldoni Stiftung

Projekte für einen guten Start ins Leben

Waldoni Kinder- und Jugenstiftung

Unsere sozialorientierten Projekte lassen sich mit öffentlichen Mitteln, Elternbeiträgen und Spenden leider nur schwer finanzieren. Deshalb hat Waldoni 2006 die Kinder- und Jugendstiftung zur Unterstützung der sozial orientierten Projekte gegründet. Aber auch gemeinnützige Zustiftungen sind möglich. Was das bedeutet, welche steuerliche Vergünstigungen dies bringt und wie die Abläufe sind, erläutern wir sehr gerne in einem persönlichen Gespräch. Wir sind sehr dankbar für jede kleine und große Unterstützung.

Tel. 06151 – 6 60 99 30

Stiftungsprojekte

zur Drogen- & Gewaltprävention

Seit 2004 werden in den Stiftungsprojekten wöchentlich ca. 120 Kinder und Jugendliche betreut. Wir kümmern uns um Kinder und Jugendliche aus Gebieten mit Handlungsbedarf. Solche Gebiete sind meist gekennzeichnet durch große Bevölkerungsanteile, die sozial schwach und meist durch unterschiedlichste ethnische und kulturelle Herkunft geprägt sind. Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien haben im derzeitigen Gesellschaftssystem nur minimale Chancen, erfolgreich zu sein und damit in unsere Gesellschaft integriert zu werden. Von der Schule schlecht beurteilt und perspektivlos sind Kinder und Jugendlichen empfänglich für das Abgleiten in die Drogen- oder Gewaltszene. Untersuchungen zur Drogen- und Gewaltprävention (z. B. von Helmut Zöpfl, Universität München) kommen zum Ergebnis, dass die Einbindung sozial gefährdeter Jugendlicher in Spiel- und Sportgemeinschaften dem Abdriften in die Gewalt- oder Suchtszene zuverlässig vorbeugt.

Für diese Heranwachsenden bietet gerade die Circuspädagogik mit ihrem vielfältigen Betätigungs- und Entfaltungsangebot große Chancen. Von der Kraftakrobatik bis zur Clownerie, von der Beleuchtung bis zur musikalischen Begleitung, von der Kostümschneiderei bis zum Selbstbau der zahlreichen Geräte und Requisiten – die Palette ist bunt. Und: Circusarbeit ist echte Teamarbeit. Ohne gegenseitiges Vertrauen und Verantwortung füreinander – insbesondere bei den Luftnummern und den “Pyramiden” kommt keine Circusnummer zustande. So geht mit der Circusarbeit eine intensive soziale Erziehung einher. Das Ziel: möglichst viele Heranwachsende sozialfähig werden zu lassen und ihnen durch Erfolgserlebnisse Ansporn für weitere sinnvolle Aktivitäten zu geben. So wird Drogenkonsum und Gewalt vorgebeugt, Kinder und Jugendliche verschiedener ethnischer und kultureller Herkunft werden zusammenzuführt.

wöchentlicher „Spielcircus“

für Kindergartenkinder

Einmal in der Woche kommen die Kindertagesstätten des Viertels mit ihren Kindern in unsere Trainingshalle. Eine Stunde „Spielcircus“ steht auf dem Programm. So entwickeln die Kinder früh Spaß an Bewegung. Der Spielecircus wirkt gesundheitspräventiv und fördert eine ganzheitliche Entwicklung der Kinder. Aus vielen Untersuchungen ist bekannt, dass Kinder heutzutage immer mehr unter Bewegungsarmut leiden. Die wissenschaftliche Forschung empfiehlt so früh wie möglich mit den Kindern Bewegungsabfolgen zu üben, die den Gleichgewichtssinn, die Auge-Hand-Koordination und den Muskeltonus schulen. Damit werden Gehirnfunktionen angeregt, die Zusammenarbeit von rechter und linker Gehirnhälfte geschult, es bilden sich vielfältige Grundlagen für eine gesunde Entwicklung.

Wir haben ein Programm erarbeitet, das genau an diesem Punkt ansetzt. Es besteht aus der rhythmischen Abfolge von ausgelassenen Fangspielen, Konzentrationsspielen, Gleichgewichtsübungen, einfachem Jonglieren zur Übung der Auge-Hand-Koordination, Balancieren auf dem Seil, einfachen akrobatischen Übungen und anderen Angeboten mit unseren Circusrequisiten. Als Abschluss des Jahres wird der Circus-Zauber in der Manege bei einer Aufführung für die Eltern entfaltet.

Hauptschulabschluß

Für Förderschüler

Positive, kreative und künstlerische Kräfte entdecken – das ist der Ansatzpunkt des Projektes. Die Jugendlichen sollen so stabilisiert werden, dass sie auch anderen schulischen und außerschulischen Anforderungen gewachsen sind.

Das Erarbeiten einer Zeitstruktur, die Motivation zu Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit, Korrektur und Hilfe bei der schriftlichen Arbeit, Vorbereitung auf die mündliche Präsentation und Hilfe beim Erwerb von sozialen Kompetenzen bilden die Kernpunkte der betreuenden Arbeit. Dabei werden die familiäre Situation und die persönlichen Beziehung in den „Peergroups“ des Viertels einbezogen. Das Ziel: den Teilnehmern einen Hauptschulabschluss zu ermöglichen. Das betrifft den praktischen Teil bei Waldoni und den schulischen Teil in Zusammenarbeit mit der Förderschule. Danach unterstützen wir bei der Suche nach Praktikumsplätzen und Lehrstellen. Nur so kann eine Integrierung in eine „normale“ Berufs- und Lebenswelt gelingen. Der Kreislauf von Schulversagen, Jugendarbeitslosigkeit, Gewaltbereitschaft und Drogenkonsum kann so durchbrochen werden.

Projektteil: Bildhauerwerkstatt

In unserer Bildhauerwerkstatt gestalten die jugendlichen Kunstobjekte aus Metall, Holz und Stein. Dabei erlernen sie grundlegende Fertigkeiten: Das beginnt bei der Planungsphase, in der das Objekt entwickelt und zeichnerisch festgehalten wird. Die gesamte Durchführung wird dann mit Bildern, Text und Fotos dokumentiert. Die Teilnehmer stellen das fertige Objekt und die entstandene Dokumentation vor und erarbeiten sich so die Grundlage für den praktischen Teil der Hauptschulprüfung.

Projektteil: Hauswirtschaft

Alternativ zum Praktikumstag in der Werkstatt bieten wir die Qualifizierung für den Hauptschulabschluss im Bereich Hauswirtschaft in unserer Küche an. Von der Menüplanung über den Einkauf bis hin zur Zubereitung und dem Anrichten der Speisen. Es werden Rezepte erprobt, die die Jugendlichen auch zu Hause selbst umsetzen können. Die Förderung von Selbstbewusstsein und Ichstärke sollen dazu befähigen, neue Aufgabenstellungen auch außerhalb des Projektes mit Mut und

Dieses Projekt wurde – unter anderem – gefördert aus Mitteln des
Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.